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Auf den Spuren von …

Giuseppe Argirò, Busfahrer bei der Fart

Wenn die Arbeit auch eine Leidenschaft ist, ist alles einfacher.

Sein Lebensweg führte ihn von Kalabrien via die Romagna nach Locarno: Giuseppe Argirò ist Busfahrer, sowohl von Beruf als auch aus Leidenschaft. Ein Beruf, der seine Liebe zu schweren Fahrzeugen und seine Begeisterung, unter Menschen zu sein, ideal verbindet. Fröhlich und immer schlagfertig, weiss er, wie man sich Respekt verschafft, ohne in Konflikte zu geraten – Eigenschaften, die ihn zu einem ausgezeichneten aktiven Mitglied der Gewerkschaft machen.

Giuseppe Argirò stammt aus Kalabrien, das er schon – fast noch ein Junge – mit 20 Jahren verliess, gerade nachdem er den LKW-Führerschein gemacht hatte: «Fahren macht mir grundsätzlich Spass, aber das Fahren von grossen Fahrzeugen ist meine Leidenschaft», erklärt Giuseppe und erzählt, dass er schon als Kind davon träumte, Busfahrer zu werden. «Als ich 20 Jahre alt war, zog ich in die Romagna, wo ich 17 Jahre lang lebte und als Camionfahrer arbeitete. Dort lernte ich auch meine Frau kennen, und nach einiger Zeit zogen wir in die Schweiz.»

Gewerkschaftliche Arbeit ist wichtig

Im Tessin angekommen, machte sich Giuseppe auf die Suche nach einem Job, der ihm seinen Kindheitstraum erfüllen würde. Tatsächlich fand er nach kurzer Zeit eine Stelle bei der Postauto AG, wo er drei Jahre lang blieb, bevor er 2016 zur Fart (Autoline e Ferrovie Regionali Ticinesi) wechselte. «Am 2. Dezember 2016, einige Monate nachdem ich bei Fart angefangen hatte, trat ich an einem der Rekrutierungstage dem SEV bei und entdeckte die Gewerkschaftsarbeit», sagt Giuseppe, der heute selbst ein ausgezeichneter Werber ist und sich von Anfang an aktiv als SEV-Mitglied engagiert hat.

«Ich bin ein Mensch, der leicht mit anderen in Kontakt kommt, was mir sowohl bei meiner Arbeit als Fahrer als auch im gewerkschaft-lichen Bereich von Nutzen ist. Ich bin jemand, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sagt, was Sache ist. Das wissen auch meine Vor-gesetzten, zu denen ich aber ein gutes Verhältnis habe», erklärt er. Diese Charakterzüge haben ihn dazu bewogen, von 2020 bis 2023 in der Peko mitzuarbeiten: «Ich bin in die Personalkommission eingetreten, weil ich an die Gewerkschaftsarbeit glaube und auch, weil wir eine eingespielte Gruppe von Kollegin-nen und Kollegen waren, die dazu gehörten», sagt er. «Ich finde, dass der SEV gute Arbeit macht und uns geholfen hat, viele Probleme zu lösen.»

Die Leidenschaft für Autobusse

«Ich mag meinen Beruf sehr, Busfahren ist wirklich eine Leidenschaft von mir», sagt Giuseppe begeistert. Gegen Ende seiner Ferien kommt es durchaus auch mal vor, dass er das Busfahren vermisst. An seinem Beruf schätzt er den Kontakt mit den Menschen und er sagt, dass er kaum Probleme mit den Fahrgästen hat, was wahrscheinlich zu einem grossen Teil seiner fröhlichen Art zu verdanken ist. Selbst wenn er während der Fastnachtszeit in der Region Nachtbusse fährt, wenn es wohl nicht immer selbstverständlich ist, mit den Fahrgästen zurecht zu kommen, wie wir uns gut vorstellen können. «An meinem Job bei der Fart gefällt mir auch sehr, dass es Kollegen vieler Nationalitäten gibt, aus vielen verschiedenen Kulturen und mit diversen Ansichten. Ich finde das bereichernd», erklärt er.

«Früher, als ich noch Lastwagen fuhr, bin ich kreuz und quer durch ganz Italien gereist und war teilweise tagelang unterwegs; heute gefällt mir die Tatsache, dass ich täglich nach Hause gehen kann, auch wenn die Schicht manchmal spät endet.» Die Schichtarbeit ist Teil von Guiseppes Arbeit. Zwar belastet sie ihn nicht, aber er ist der Meinung, dass die Schicht-planung in bestimmten Aspekten verbessert werden könnte, und er ist bereit, sich hier ge-werkschaftlich einzubringen.

Veronica Galster

Kommentare

  • Josè Maria

    Josè Maria 28/03/2024 19:33:39

    Un grande collega e un grande professionale e anche un grande amico continua così sei grande