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Marktausgleich für TFF B100: Endlich eine nachhaltige Lösung!

Was (viel zu lange) währte wird endlich gut: Im Rahmen der neuen Funktionslandschaft der SBB wird es für die Mehrheit der Triebfahrzeugführenden B100 bei I-VU, die bisher den Marktausgleich erhalten haben, eine finanzielle Besserstellung geben. Die vorliegende Lösung ist das Ergebnis des jahrelangen Einsatzes des SEV.

Dass es nun zu dieser nachhaltigen Lösung kommt, war lange Zeit alles andere als absehbar. Noch im vergangenen Oktober machten die mehr als 40 Teilnehmenden der B100-Tagung des SEV mit einer Resolution an die Leitung Infrastruktur nochmals Druck. Darin forderten die Teilnehmenden eine nachhaltige und deutliche monetäre Verbesserung für alle B100-Funktionen bei I-VU.

Aufstieg im Anforderungsniveau: SEV-Forderung endlich umgesetzt

Die entsprechende Lösung liegt nun vor: Jene Funktionen, für die bisher der Marktausgleich ausgerichtet wurde, werden in die neue Funktionslandschaft der SBB überführt. Die zentrale Neuerung ist dabei, dass die Mehrheit der betroffenen TFF B100 bei I-VU bei Erfüllung der in der neuen Funktionsumschreibung vorgesehenen Kriterien in das Anforderungsniveau G aufsteigen wird. Dies ermöglicht den Mitarbeitenden ein deutlich höheres Lohnanstiegspotenzial. Michael Buletti, zuständiger Gewerkschaftssekretär, sagt dazu: «Damit wird eine jahrelange Kernforderung des SEV endlich und vor allem nachhaltig umgesetzt».

Obwohl aufgrund der neuen Kriterien nicht alle TFF B100 in ein höheres Anforderungsniveau aufsteigen werden, ist die finanzielle Absicherung durch die parallelen Funktionsumschreibungen im Anforderungsniveau F und neu im Anforderungsniveau G gewährleistet. Der Marktausgleich wird direkt in den Lohn integriert. Falls der aktuelle Lohn bereits das Maximum des Anforderungsniveaus erreicht hat, wird der Betrag von CHF 3'000 als dauerhafte Garantie ausgerichtet. Damit ist sichergestellt, dass niemand finanziell schlechter gestellt wird.

Lückenlose Absicherung und volle Versicherung in der Pensionskasse

Trotz der Tatsache, dass die neue Lösung nicht für ausnahmslos alle TFF B100 bei I-VU eine Besserstellung bedeutet, wertet der SEV das Ergebnis als Erfolg. Ein entscheidender Pluspunkt: Niemand wird schlechter gestellt als heute. Zudem wird der Marktausgleich durch die Integration in den Lohn zukünftig vollumfänglich in der Pensionskasse versichert sein, was sich auf die Altersguthaben in der Pensionskasse der Betroffenen positiv auswirken wird.

Da dem SEV die neuen Funktionsumschreibungen noch nicht im Detail bekannt sind und auch auf wiederholtes Verlangen die Einsicht verwehrt wurde, bleibt eine gewisse Unsicherheit über die Umsetzung. «Wir haben daher in den Gesprächen mit der SBB unmissverständlich klar gemacht, dass die überwiegende Mehrheit der betroffenen TFF B100 von der Besserstellung, sprich dem neuen Anforderungsniveau G, profitieren muss», sagt Michael Buletti dazu.

Die entsprechenden Schritte zur Umsetzung sind bereits angelaufen. So wurden Anfang April die Teamleitungen entsprechend geschult. Deren Aufgabe ist es nun, die TFF B100 in ihren jeweiligen Teams ihren Kompetenzen entsprechend zuzuordnen. Im Anschluss folgt eine Überprüfung dieser Zuteilungen durch das HR.

Der SEV wird diesen Prozess eng begleiten, um sicherzustellen, dass jede und jeder korrekt in das neue System überführt wird. Der SEV bleibt am Ball und wird zu einem späteren Zeitpunkt detailliert über den weiteren Verlauf der Umsetzung informieren.