Aktuelle Themen bei SBB Cargo – der SEV bleibt dran
Bei SBB Cargo stehen verschiedene Veränderungen an, die für die Arbeitsbedingungen und die tägliche Arbeit von grosser Bedeutung sind. Der SEV begleitet diese Entwicklungen kritisch und setzt sich dafür ein, dass die Interessen der Mitarbeitenden berücksichtigt werden.

G-enesis ist ein Projekt, das vom SEV nicht mitgetragen wird, insbesondere, weil es zu einem Abbau von Leistungen, Stellen und Know-how führt. Wir beobachten die Umsetzung deshalb besonders kritisch und werden genau hinschauen, welche Auswirkungen die Veränderungen auf die Mitarbeitenden und ihre Arbeitsbedingungen haben.
Für den SEV ist klar: Veränderungen dürfen nicht auf dem Rücken der Mitarbeitenden erfolgen.
Umstellung der Produktion
Mit der veränderten Bedarfssituation werden auch die Einteilungen angepasst. Dabei gilt für den SEV ebenfalls: Neue Bedürfnisse in der Produktion dürfen nicht dazu führen, dass sich die Arbeitspläne der Mitarbeitenden verschlechtern. Wir werden die Entwicklung aufmerksam verfolgen und darauf achten, dass bei der Planung nicht nur die betrieblichen Anforderungen, sondern auch die berechtigten Bedürfnisse der Mitarbeitenden berücksichtigt werden.
Eingliederung in die SBB
Die Wiedereingliederung von SBB Cargo ins Mutterunternehmen wirft verschiedene Fragen auf. In der entsprechenden Arbeitsgruppe prüfen wir deshalb insbesondere, welche Cargo-spezifischen Vereinbarungen weiterhin Gültigkeit haben und wie deren Weiterführung geregelt wird.
Auch mögliche Übergangsbestimmungen müssen geklärt werden. Für den SEV ist entscheidend, dass bestehende Regelungen mit der organisatorischen Eingliederung nicht einfach verschwinden.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Interessen der Cargo-Mitarbeitenden auch in dieser Übergangsphase gewahrt bleiben.
Tagespauschale für B-Leistungen
Eine wichtige Nachricht für die B100-Lokführenden: Auch im kommenden Jahr wird bei der Erbringung von B-Leistungen eine Tagespauschale ausgerichtet. Damit ist ein wichtiger Punkt vorerst geklärt. Gleichzeitig bleibt für den SEV das Ziel bestehen, dass die Tätigkeit als «fahrendes Personal» anerkannt wird. Bis dahin sind noch einige Hürden zu überwinden. Wir bleiben an diesem Thema dran.
Personalmangel: die Belastung bleibt bestehen
Aus den Reihen unserer Mitglieder wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Personalsituation bereits heute angespannt ist. Mit der Umstellung auf den neuen Fahrplan besteht die Befürchtung, dass sich diese Situation weiter verschärfen könnte. Kritisch beobachten wir deshalb, ob die angekündigte «optimierte Bahnproduktion» tatsächlich zu einem geringeren Personalbedarf führt – oder ob der bestehende Unterbestand weiterhin bestehen bleibt oder zunimmt.
Besonders wichtig wird dies mit Blick auf die bevorstehende Pensionierungswelle. SBB Cargo ist gut beraten, bei den Einteilungen die Bedürfnisse und die langfristige Bindung der Mitarbeitenden gebührend zu berücksichtigen. Denn wenn die Belastung steigt und die Arbeitsbedingungen unattraktiver werden, droht neben dem bestehenden Personalmangel auch ein zusätzlicher Verlust von wertvollem Know-how.
Der SEV bleibt dran
Der SEV wird die anstehenden Veränderungen weiterhin kritisch begleiten und die Anliegen seiner Mitglieder einbringen. Unsere Forderung ist klar: Veränderungen bei SBB Cargo müssen mit dem Personal und nicht auf dessen Kosten umgesetzt werden. Der SEV dankt seinen Mitgliedern für ihre Rückmeldungen und Unterstützung. Meldet euch bei euren SEV-Vertretungen, wenn ihr von konkreten Problemen oder Verschlechterungen betroffen seid. Gemeinsam bleiben wir dran.
SEV-Info vom 5.10.2026
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