Keine Kürzungen im öffentlichen Verkehr!
Der SEV hat am 4. März den Mitgliedern von National- und Ständerat Schokolade-Fünfliber überreicht – verbunden mit der Forderung, im regionalen Personenverkehr (RPV) auf Kürzungen zu verzichten. Die im «Entlastungspaket 27» vorgesehenen Massnahmen führen zu Angebotsabbau, höherer Arbeitsbelastung und gefährden Sicherheit sowie Qualität im öffentlichen Verkehr und ziehen Preiserhöhungen nach sich.

«Der regionale Personenverkehr ist Grundversorgung. Wer hier spart, gefährdet Mobilität, Versorgung und den Zusammenhalt für alle Menschen in der gesamten Schweiz», sagt Matthias Hartwich, Präsident des SEV. Zwar hat das Parlament in der Wintersession den Verpflichtungskredit für 2026–2028 erhöht. Dennoch will der Ständerat die Mittel für 2027 und 2028 kürzen. Das geht nicht! Das Parlament muss sich an seinen Entscheid vom letzten Dezember halten und die Mittel erhöhen.
«Ein gut funktionierender öffentlicher Verkehr hat seinen Preis. Ohne ausreichende Mittel geraten Angebot und Arbeitsbedingungen unter Druck», betont SEV-Vizepräsidentin Barbara Keller. Viele Unternehmen kämpfen bereits heute mit knappen finanziellen Mitteln, Fachkräftemangel und steigenden krankheitsbedingten Absenzen. SEV-Vizepräsident Pablo Guarino warnt: «Das Personal leidet bereits jetzt unter einer erheblichen Verschlechterung seiner Gesundheit, weil es einem ständigen Druck ausgesetzt ist. Weitere Einsparungen würden den Bedürfnissen der Verkehrsbranche zuwiderlaufen und sowohl die Sicherheitsstandards als auch die vom Service public erwarteten Qualitätsansprüche verschlechtern.»
Der SEV fordert das Parlament auf, zu seinen Entscheiden aus der Wintersession zu stehen und so ein starkes Zeichen für eine verlässliche, vertrauenswürdige Politik zu setzen. Planungssicherheit ist gerade im öV zentral, denn Angebot, Investitionen und Personalbedarf bedürfen einer längerfristigen Planung und Finanzierung.










