SOB-Petition eingereicht: «Ohne uns fährt am Samstag nichts»

Der SEV hat am 1. Juli der Südostbahn in St. Gallen eine Petition überreicht. 311 Kolleginnen und Kollegen haben die Forderung unterschrieben, bei der SOB eine Samstagzulage einzuführen.
«Die SOB schreibt in ihrer Vision, als Innovationspartnerin für Industrie und Branche übernehme sie eine relevante Rolle in der Weiterentwicklung der Schweizer Mobilitätslandschaft. Und genau diese Innovation fordern wir nun ein», sagt Beat Kast, Vorstandsmitglied der SEV-VPT-Sektion Südostbahn, bei der Petitionsübergabe am Hauptsitz der SOB in St. Gallen. Er ist Teil der SEV-Delegation, die am 1. Juli 311 Unterschriften an die Leiterin Personal der SOB, Jrene Gujan, übergibt. «Wenn die SOB eine Samstagszulage einführt, wie wir das mit der Petition fordern, profitieren alle – nicht nur das Personal, sondern auch die Unternehmung», betont Beat Kast. «Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wichtiges Markenzeichen eines Unternehmens.»
Obwohl Samstagsarbeit für den öffentlichen Verkehr unverzichtbar ist, wird sie aktuell nicht in Form einer Zulage abgegolten. Eine Samstagszulage ist keine gesetzliche Pflicht, aber ein bewusster Entscheid für Fairness, Wertschätzung und Zukunftsfähigkeit im öffentlichen Verkehr. Die Einführung einer angemessenen Samstagszulage würde bedeuten, dass das Unternehmen die besondere Belastung der Samstagsarbeit anerkennt. Sie würde ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden setzen, die Einsatzbereitschaft stärken, zur Personalbindung und Attraktivität der SOB als Arbeitgeberin beitragen sowie die Dienstplanung erleichtern und langfristig die Betriebsstabilität unterstützen.
Jetzt ist die SOB am Zug
Schon bei den letztjährigen Lohnverhandlungen hat der SEV eine Samstagzulage gefordert. Die Verhandlungspartner sind leider damals nicht auf die Forderung eingegangen. Deshalb hat die Sektion SOB nach einer Umfrage bei deren Mitgliedern die Petition «Ohne uns fährt am Samstag nichts» lanciert. Für die beiden für die SOB zuständigen Gewerkschaftssekretärinnen Alexandra Akeret und Regula Pauli ist klar: «Wir haben gesprochen - jetzt ist die SOB am Zug.» Jrene Gujan von der Geschäftsleitung der SOB verspricht nach der Entgegenname der Petition, das Anliegen in die GL mitzunehmen.
Michael Spahr
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